Erster energieautarker Bauernhof in Österreich

Seit 2002


Die Landwirtschaft produzierte bis vor ca. 200 Jahren, Rohstoffe, Energie und Nahrungsmittel. Billige Kohle, Erdöl und Erdgas verdrängte diese zusehends von den Märkten. Durch Verknappung und damit wesentlichen Verteuerung der fossilen Energien gewinnen nachhaltige, erneuerbare Energien jedoch wieder wesentlich an Bedeutung.

Wir  haben uns  zum Ziel gesetzt, unseren Bauernhof zur Gänze mit  Erneuerbare Energien zu versorgen, um unabhängig von fernen Energieimporten zu sein, die Wertschöpfung am Bauernhof zu haben, und in geschlossenen nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen umwelt- und klimaschonend zu arbeiten.  Nach dem Motto: Aus der Region- für die Region.

Dabei werden Wärme, Strom und Kraftstoff selbst produziert.

Wärmeversorgung:  Hackgut und Solaranlage

Die Beheizung unseres Gebäudes erfolgte seit jeher mit Biomasse, 1997 wurde automatisiert und auf eine Hackgutheizung umgestellt. Das Brennholz kommt zur Gänze aus der Region, aus eigenem Wald und Zukauf. Warmwasser wird seit 1994 Jahren mit einer thermischen Solaranlage mit 12 m Kollektorfläche  zur vollsten Zufriedenheit bereitgestellt. 2008 wurde das Wohngebäude thermisch saniert, mit 14 cm Wanddämmung und 38 cm auf der obersten Geschossdecke, die Solaranlage auf 21 m erweitert um auch fr die Raumheizung zu nutzen sowie ein 3000 Liter Pufferspeicher installiert. Durch diese Maßnahmen konnte der jährliche Hackgutbedarf von ca. 65m auf ca. 20 m reduziert werden, trotz wohliger Wärme in unserem Gebäude. Eine Komfortsteigerung bei gleichzeitiger enormer Kostensenkung. Bei uns wird vorrangig die Gratisenergie der Sonne genutzt, sollte diese nicht ausreichend zur Verfügung stehen wird die gespeicherte Sonnenenergie- Biomasse- verwendet. Bereits ab dem Monat März können wir die Biomasseheizung abschalten, die Sonne reicht völlig aus um uns mit Warmwasser und Raumwärme zu versorgen, dies bis weit in den Herbst hinein oft bis Oktober/November. Geplant für die nächste Zeit ist mit dem Heizkessel Strom und Wärme zu erzeugen, um völlige (Netz-) Unabhängigkeit zu erlangen, interessante Projekte dazu sind vorhanden www.argeholzgas.at ebenso wird auch an die Möglichkeit ein Pflanzenöl-Block-Heiz-Kraftwerk zu nutzen.

Stromversorgung :  Photovoltaik und Windkraft

Die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage am 6.3.2003 war die Krönung zum energieautarken Bauernhof. Auf dem Wohngebäude wurden 14 Stück PV- Module zu je 210 Watt, 21,5 m Gesamtfläche mit einer Gesamtleistung der Anlage von 2,94 Kilowatt Peak installiert. die ca. 3000 KWh Strom pro Jahr erzeugt.

Der Strom wird seit 2002 von der KO -Strom AG www.oekostrom.at bezogen, darüber hinaus sind wir  an mehreren Windparks beteiligt www.wksimonsfeld.at  www.windkraft.at und decke alleine aus diesen Beteiligungen (ca. 48.000 kWh) ein vielfaches unseres Strombedarfes (6.500 kWh). Sowie aus unsere Photovoltaik-Anlage, welche an sonnenreichen Tagen den mehrfachen Stromertrag erzeugt, als wir verbrauchen, der auch verkauft wird. Seit Mai 2010 versorgt uns eine weitere 5 KW peak PV-Anlage mit Strom, den wir vorrangig verbrauchen. Der noch anfallende Stromüberschuss wird derzeit noch ins Netz eingespeist. Geplant ist, den Stromüberschuss nicht mehr ein zu speisen, sondern vor Ort zu speichern, um auch wenn zu wenig Solarstrom zur Verfügung steht, sich selbst damit zu versorgen. Derzeit laufen einige derartigen Stromspeicher- Anlagen viel versprechend  gut, und werden in absehbarer Zeit  genutzt werden.

Ca.  4% der Fläche Österreichs würde genügen um mit Photovoltaik den gesamten Strombedarf und Energiebedarf Österreichs zu decken. Dies wären unsere Dächer und Fassaden als Solarkraftwerke.

Mit Sonnenenergie haben wir Energie im Überfluss

Kraftstoffversorgung: Pflanzenöl - vom Acker in den Tank

Pflanzenöl kann das Erdöl sogar mehrfach ersetzen, siehe unter

http://www.solarverein-muenchen.de/bioenergie/treibstoff_text.htm

Seit 2002 werden alle unsere Fahrzeuge, wie Traktoren und Autos, nur noch mit unseren eigenen kaltgepressten Sonnenblumenöl (nicht Biodiesel!) betankt. Um auch in dieser Hinsicht wirklich unabhngig zu sein und den Qualittsstandard für Pflanzenöl http://www.bhkw-portal.de/download/rk_qualitaetsstandard.pdf  zu erreichen, habe wir eine Pflanzenölpresse eine einfache Doppel Schneckenpresse angeschafft, http://www.oekotec.ibg-monforts.de/de/index.html  die in 24 Stunden 500 Kg 600 Kg Sonnenblumenkerne presst und 200 Liter Pflanzenöl dabei produziert. Der anfallende, hochwertige Presskuchen hat  8% - 10 % Restfettgehalt und 24% - 28% Eiweiß und ist daher ein begehrtes Futtermittel in der Tierhaltung, dass sich die Bauern aus der Umgebung holen. Um einen störungsfreien Betrieb der PKW `s und Traktoren langfristig zu garantieren, wurden diese mit geringem Kostenaufwand umgerüstet.

Seit  2010 betreiben wir unseren neuen Steyr Traktor mit modernster Dieseltechnik (Common Rail) ebenfalls mir kalt gepressten Sonnenblumenöl. Dabei wird der kalte Motor bereits zu 100% mit Pflanzenöl gestartet, was derzeit einzigartig am Markt ist. Die Maschine läuft hervorragend ohne Probleme mit bester Leistung und geringen Verbrauch. Durch den optimalen Verbrennungsablauf können wir die Ölwechselintervalle wie bei Dieselbetrieb einhalten und brauchen keinen zusätzlichen Aufwand.

Ebenfalls wurden zur besten Zufriedenheit alle PKW, Pick-Up und sogar der Rasenmähertraktor (Kubota Diesel) mit der Umrüsttechnik der L-und Bioenergie Umrüsttechnologie www.pflanzenoel-motor.at vorbildlich auf den Betrieb mit kaltgepressten Pflanzenöl umgestellt. Es gibt an unseren Betrieb keine Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen.

Seit 2002 wurden bereits über 5000 Betriebstunden mit unseren Traktoren  und mehrere hundert Tausend Kilometer mit unseren Fahrzeugen ohne Probleme und Störungen gefahren. (alleine über 300.000 km auf meinen Golf TDI) Wichtigste Voraussetzung dazu ist höchste Pflanzenöl-Qualität und beste Umrüstung der Fahrzeuge auf den letzten Stand der Technik  um langfristig  störungsfrei zu fahren.

Sonnenblumen werden auf 10%  - 15%der Acker-Flächen angebaut, die den Kraftstoffbedarf aller unserer Traktoren und   PKWs für ein Jahr abdecken. Auch der Lohndrescher für die Erntearbeiten wird mit unserem Pflanzenöl betrieben. Leindotter aus Mischkulturanbau soll in Zukunft vermehrt Verwendung finden, die in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft angebaut werden können.

Erneuerbare Energien kosten nicht die Welt.

Für mich ist die Energieversorgung aus Erneuerbaren schon heute kostengünstiger, bringt mir ein zusätzliches Einkommen und macht mich unabhängig. Auer Technik Kosten fallen keine weiteren Kosten für die Energie mehr an. Nur bei der Biomasse ist mit Bereitstellungskosten zu rechnen, die Energie selbst ist immer Gratis.

Sonnenenergie ist unschlagbar, mit ihr haben wir >Energie im Überfluss< Die Sonne schickt uns 15.000 mal mehr Energie als wir weltweit benötigen. Eigentlich dumm von uns mit dem Rücken zur Sonne noch immer nach Erdöl zu bohren!!!!

Die Möglichkeiten zum energieautarken Eigenheim, energieautarken Gemeinde und energieautarken Region sind fr jeden  von uns gegeben, es bedarf lediglich einer Loslösung eingesessener Denkmuster, welche für uns als auch für nachfolgende Generationen wesentliche Auswirkungen haben werden.

Die Landwirtschaft ist in der Lage den gesamten Energiebedarf mit Erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser, Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse und Geothermie  zu erzeugen um dabei klimaschädigende Kohle, Erdöl, Erdgas und Atomenergie zur Gänze für immer zu ersetzen.

Stromgewinnung aus Windenergie und Photovoltaik bewirken eine echte CO Reduktion. Pflanzenöl und Biomasse sind CO neutral.

Der Treibstoff Pflanzenöl (nicht Biodiesel) wird zur Gänze aus Sonnenblumen gewonnen. Dabei wird wieder auf eine naturnahe Bewirtschaftung geachtet: Mulchsaat und ohne Handelsdünger. Obwohl Der landwirtschaftliche Betrieb noch konventionell geführt wird, wurde 2009 ebenfalls auf pfluglose, Humus aufbauende Bewirtschaftung  umgestellt (seit 2004 keine Phosphor und Kali Düngung und trotzdem bestens versorgte Ackerböden) nach dem Vorbild von Franz Brunner http://picasaweb.google.com/franzbrunner63    mailto:biohof.brunner@aon.at 

Humusaufbauende Landwirtschaft  zählt zu den Klima relevantesten Maßnahmen. Selbst eine 100% Energiewende aus Erneuerbaren reicht nicht aus um magebend CO zu speichern.

Einfachste, naturnahe Bereitstellung

Die Ölsaaten werden am Hof kalt gepresst, das daraus gewonnene l durch Sedimentation (Absetzen) gereinigt und gleich in den Tank gefüllt. Keine langen Transportwege, einfachste, Energie schonende Verarbeitung mit bester Qualität und direkt vor Ort verfügbar, mit höchster Versorgungssicherheit.

Der Strom für den Antriebsmotor der Ölpresse kommt direkt von der Photovoltaikanlage vom Hausdach.

Mit der Umsetzung unserer Projekte zum energieautarken Bauernhof wurde ein wesentlichen Beitrag zum Natur- Umwelt- und Klimaschutz, Regionalisierung und Nachhaltigkeit geleistet, bei dem die eigenen Produkte wieder ihren notwendigen Wert erhalten und fr uns zu einer win-win Situation geworden ist mit höchster Unabhängigkeit als oberste Priorität.

Mit sonnigen Grüßen

Wolfgang Löser

"Erster energieautarker Bauernhof Österreichs"
Praxisnahe Energieberatung aus Erfahrung mit Vorträgen und Seminaren

Untere Dorfstraße 23, A-2004 Streitdorf /NÖ
Tel: 02269  23 17,

Mobil:   0680 111 33 63

mail:  w.loeser@aon.at
web: www.energiebauernhof.com

"Besser Photovoltaik am Dach als Aktien im Keller."