Erster
energieautarker Bauernhof in Österreich
Österreichischer
Solarpreis 2003
Nö Natur und
Umweltpreis 2003
FORD Klimaschutz
-Sonderpreis 2004
Wolfgang Löser in
Streitdorf im Weinviertel
Der Mann der Putin die Nase zeigt...
Interview Minister Dr. Josef Pröll
Die Landwirtschaft
produzierte bis vor ca. 200 Jahren, Rohstoffe, Energie und Nahrungsmittel.
Billige Kohle, Erdöl und Erdgas verdrängte diese zusehends von den Märkten. Durch
Verknappung und damit wesentlichen Verteuerung der fossilen Energien gewinnen
nachhaltige, erneuerbare Energien jedoch wieder wesentlich an Bedeutung.
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, meinen Bauernhof zur Gänze
mit erneuerbare Energien zu
versorgen, um unabhängig von fernen Energieimporten zu sein, die Wertschöpfung
am Bauernhof zu haben, und in geschlossenen nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen
umwelt- und klimaschonend zu arbeiten.
Nach dem Motto: Aus der Region- für die Region.
Dabei werden Wärme, Strom und Kraftstoff selbst produziert.
Wärmeversorgung:
Hackgut
und Solaranlage
Die Beheizung meines
Gebäudes erfolgte seit jeher mit Biomasse, wurde vor wenigen Jahren
automatisiert und auf eine Hackgutheizung umgestellt. Das Brennholz
kommt zur Gänze aus der Region, aus eigenem Wald und Zukauf. Warmwasser
wird seit 11 Jahren mit einer thermischen Solaranlage mit 12 m²
Kollektorfläche zur vollsten
Zufriedenheit bereitgestellt.
Stromversorgung : Photovoltaik und Windkraft
Die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage am 6.3.2003 war die
Krönung zum energieautarken Bauernhof. Auf dem Wohngebäude wurden 14 Stück PV- Module zu je 210 Watt, 21,5 m²
Gesamtfläche mit einer Gesamtleistung der Anlage von 2,94 Kilowatt peak instaliert. die ca. 3000 KWh Strom
pro Jahr erzeugt.
Der Strom wird seit mehr
als einem Jahr von der ÖKO -Strom AG www.oekostrom.at
bezogen, darüber hinaus bin ich an mehreren Windparks beteiligt www.wksimonsfeld.at www.windkraft.at
und decke alleine aus diesen Beteiligungen (ca. 48.000 kWh) ein vielfaches
meines Strombedarfes (4.500 kWh). Sowie aus meiner Photovoltaik-Anlage,
welche an sonnenreichen Tagen den mehrfachen Stromertrag erzeugt, als
ich verbrauche, der auch verkauft wird.
2,6% der Fläche Österreichs
würde genügen um mit Photovoltaik den gesamten Strombedarf zu decken. Dies wären unsere Dächer und
Fassaden als Solarkraftwerke
Kraftstoffversorgung: Pflanzenöl -
vom Acker in den Tank
Pflanzenöl kann das Erdöl sogar
mehrfach ersetzen, siehe unter
http://www.solarverein-muenchen.de/bioenergie/treibstoff_text.htm
Seit kurzen werden meine
Fahrzeuge, wie Traktoren und Autos, nur noch mit meinem eigenen kaltgepressten
Sonnenblumenöl (nicht Biodiesel!) betankt. Um auch in dieser Hinsicht
wirklich unabhängig zu sein und den Qualitätsstandard für Pflanzenöl http://www.bhkw-portal.de/download/rk_qualitaetsstandard.pdf zu erreichen, habe ich
eine Pflanzenölpresse –eine einfache Doppel – Schneckenpresse angeschafft,
http://www.oekotec.ibg-monforts.de/de/index.html die in 24 Stunden 500 Kg – 600 Kg Sonnenblumenkerne presst und 200 Liter Pflanzenöl dabei
produziert. Der anfallende, hochwertige Presskuchen hat 8% - 10 % Restfettgehalt und 24% - 28%
Eiweiß und ist daher ein begehrtes Futtermittel in der Tierhaltung, dass sich
die Bauern aus der Umgebung holen. Um einen störungsfreien Betrieb der PKW `s und Traktoren langfristig zu garantieren, wurden diese
nach dem Patent von ELSBETT mit geringem Kostenaufwand
umgerüstet. www.elsbett.com
Die Leistung und der Verbrauch der Fahrzeuge ist gleich geblieben.
Ebenfalls wurden zur besten Zufriedenheit ein PKW und sogar der Rasenmähertraktor (Kubota Diesel) mit der Umrüsttechnik der Fa. Waldland - VWP www.pflanzenoel-motor.at vorbildlich auf den Betrieb mit kaltgepressten Pflanzenöl umgestellt.
Sonnenblumen werden auf 10%
der (Stillegung)- Flächen angebaut, die den Treibstoffbedarf meiner beiden
Traktoren und der beiden PKWs für ein
Jahr abdecken. Auch Leindotter aus Mischkulturanbau soll in Zukunft vermehrt
Verwendung finden, die in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft angebaut werden können.
Erneuerbare Energien kosten
nicht die Welt.
Für mich ist die
Energieversorgung aus Erneuerbaren schon heute kostengünstiger, bringt mir ein
zusätzliches Einkommen und macht mich unabhängig.
Die Möglichkeiten zum energieautarken
Eigenheim, energieautarken Gemeinde und energieautarken Region
sind für jeden von uns gegeben,
es bedarf lediglich einer Loslösung eingesessener Denkmuster, welche für
uns als auch für nachfolgende Generationen wesentliche Auswirkungen haben
werden.
Die Landwirtschaft ist in
der Lage den gesamten Energiebedarf mit Erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser,
Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse und Geothermie zu erzeugen um dabei klimaschädigende Kohle, Erdöl, Erdgas und
Atomenergie zur Gänze zu ersetzen.
Stromgewinnung aus
Windenergie und Photovoltaik bewirken eine echte CO² Reduktion.
Pflanzenöl und Biomasse sind CO² neutral.
Der Treibstoff Pflanzenöl
(nicht Biodiesel) wird zur Gänze
aus Sonnenblumen gewonnen. Dabei wird wieder auf eine naturnahe
Bewirtschaftung geachtet:
Mulchsaat, kein Dünger, sowie keinen Pflanzenschutz.
Die Ölsaaten werden am Hof
kalt gepresst, das daraus gewonnene Öl durch Sedimentation (Absetzen) gereinigt
und gleich in den Tank gefüllt. Keine langen Transportwege, einfachste, energieschonende
Verarbeitung mit bester Qualität und direkt vor Ort verfügbar, mit höchster
Versorgungssicherheit.
Der Strom für den Antriebsmotor
der Ölpresse kommt direkt von der Photovoltaikanlage vom Hausdach.
Mit der Umsetzung meiner
Projekte zum energieautarken Bauernhof wurde ein wesentlichen Beitrag zum
Natur- Umwelt- und Klimaschutz, Regionalisierung und Nachhaltigkeit geleistet,
bei dem die eigenen Produkte wieder ihren notwendigen Wert erhalten.